Klaus Flaskamp
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aktualisiert am 27.11.2018

 

Leader Projekt

LEADER-Projekt „Aktionsprogramm Streuobstwiese“
- Hilfe für alte Obstwiesen

Am 09.11.2018, fand in der Bürgerhalle in Ederen die Auftaktveranstaltung für das neue LEADER-Projekt „Aktionsprogramm Streuobstwiesen“ in der LEADER-Region Rheinisches Revier statt. Über 50 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin Kreis Düren, Bürgermeister der LEADER-Kommunen und weitere Vertreter aus Politik sowie Obstbaumwarte und interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Das Projekt startete am 01. August  2018 und geht bis Ende 2021. Projektträger ist die Biologische Station im Kreis Düren, welche bei der Projektumsetzung auch mit der Biologischen Station StädteRegion Aachen zusammen arbeitet. Das Projekt wird finanziell nicht nur aus Mitteln des Landes und der EU, auch anteilig vom Kreis Düren, der Städteregion Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert.
Hauptziele sind die Verjüngung von überalterten Obstwiesen sowie Neuanlagen von diesen in allen Kommunen der Region „Rheinisches Revier“. Hierfür sollen die Menschen im „Rheinischen Revier“ für das Thema Kulturbiotop „Lebensraum Streuobstwiese“ sensibilisiert und motiviert werden. Darüber hinaus soll der Lebensraum für den Steinkauz und Bestäuberinsekten verbessert werden und somit zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität beitragen. Auch sollen weitere Obstbaumwarte ausgebildet werden, die dann ihr Wissen über Baumschnitt, Sortenkenntnisse, etc. an die Bevölkerung weiter geben sollen. In der StädteRegion Aachen ist die Installation eines Streuobstwiesenlehrpfades angedacht.
Die Begrüßung erfolgte durch Heidrun Düssel-Siebert, Leiterin Biologische Station Düren,  und Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin Kreis Düren. Beiden sind der Schutz und Erhalt von dem wertvollen Kulturbiotop Streuobstwiese ein wichtiges Anliegen.

Die Projektleiterin Alexandra Schieweling, Biologische Station Düren, stellte die Inhalte und die geplante Umsetzung des Projektes vor. „Wir hoffen sehr viele Menschen im Rheinischen Revier zu motivieren, diesen besonderen Lebensraum zu erhalten und zu schützen. Auf einem Obstbaum kommen bis zu 1000 verschiedene Arten von wirbellosen Tieren vor. Auch ist es Rückzugsraum für verschiedene Säugetiere, aber auch Reptilien, Amphibien und natürlich Vögel, wie zum Beispiel den Steinkauz. Für diesen kleinen Kauz hat das Land Nordrhein Westfalen eine besondere Verantwortung, bildet das Land schließlich den mitteleuropäische Verbreitungsschwerpunkt.“
Die Veranstaltung fand in Ederen statt und wurde maßgeblich von den im Dorf Aktiven, den  „Obstfreunden Ederen“ unterstützt. So  stellte Beate Syben das Tun und Wirken der Obstfreunde vor. Anschließend erklärte Klaus Flaskamp, Obstbaumwart aus Linnich, was  ein Obstbaumwart überhaupt macht. Ein besonderes Highlight für alle war am Ende der Veranstaltung  ein Schauschnitt eines Hochstamm-Obstbaumes  in der Bürgerhalle. Rainer Schwerdtfeger, Ederen baumschnittebenfalls Obstbaumwart, erklärte zunächst  was man bei der Pflanzung zu beachten hat. Im Anschluss bekam der Baum von einem weiteren Obstbaumwart, Harry Vollmer, den Pflanzschnitt. Unter großem „Oh“ der Zuschauer verlor der Baum immer mehr seiner im Frühjahr gebildeten Äste. Zum Schluss blieben, so wie es vorbildlich bei einem mit einem Pflanzschnitt versehenen Baum sein soll, nur die Leitäste und die Stammverlängerung.Wenn Bürger  Interesse

an der Erhaltung  ihrer Obstbäume innerhalb der Leader-Region haben oder an der Neupflanzung wenden Sie sich an Alexandra Schieweling, Biologische Station Düren, 02427 94987 17, alexandra.schieweling@biostation-dueren.de.

Auf dieser Webseite wird zukünftig über neue Angebote im Rahmen des Leader Projekts berichtet.